Wintersemester 2012 / 2013: Sportpsychologie - eine Einführung Drucken
Volleyball - Aktuell


Am Wochenende trafen sich der HuSV und WIWA Hamburg 2 zum Kampf um  Tabellenplatz 5 der Regionalliga Nord.

Während die Alpenregionen von Minustemperaturen träumte, hieß es mal  wieder für uns, der Hallenheizung ordentlich zuzusetzen. Von  unterkühlter Stimmung war jedoch gar nichts zu spüren, alle waren heiß  auf die Revanche des Hinspiels. Nachdem wir dieses mit stark  dezimierter Mannschaft mit 2:3 verloren geben mussten, galt es nun, unsere gute Trainingsleistung der letzten Wochen aufs Feld zu bringen.  Allen war klar, dass wir mit starker Gegenwehr rechnen mussten, die  WIWA-Mädels demonstrierten nämlich auch, dass sie "heiß" auf das Spiel  waren.

Nachdem sich die Schiedsrichter geeinigt hatten, wer den Platz auf dem  Schiedsrichterstuhl einnehmen soll, pfiffen sie das Spiel pünktlich um  16:00 Uhr an.

Mit einer stabilen Abwehr und einem daraus resultierenden variablen  Angriffsspiel konnten wir den ersten Satz mit 25:19 für uns  entscheiden. Schnell wurde klar, dass wir die Mädels aus Wandsbek mit  druckvollen Aufschlägen unter Beschuss nehmen mussten, damit sie ihr  Angriffsspiel nicht wie gewollt aufziehen konnten. Schnell wurde  demnach auch klar, dass wir nicht nachlassen durften, was uns in Satz  2 weniger gut gelang, sodass wir diesen folgerichtig mit 21:25 abgeben  mussten. Vor allem gegen den gegnerische Außenangriff fanden wir zu  diesem Zeitpunkt kein geeignetes Mittel.

Nach umgestellter Taktik bewiesen wir in der Abwehr Rundumblick, was  den Schiedsrichtern mitunter verwehrt geblieben zu sein schien. Aber  gut, daran lag es nicht, der dritte Satz ging auf jeden Fall mit 25:21  an uns. Nun fingen wir an zu denken. Druck aufrecht erhalten, dem Gegner den  Zahn ziehen und wir hätten den Sieg für uns verbuchen können. Bis zum  12:6 für die Hummeln sah es auch wirklich gut aus, was dann geschah, lässt mich noch heute grübeln. Es schlichen sich Leichtigkeitsfehler ein, leichte Bälle fielen auf  den Boden, die Annahme ließ an Präzision zu wünschen übrig und die  Flexibilität im Angriff war kaum mehr vorhanden. Bitter aber wahr, die  Quote von 7:19 Punkten in der zweiten Satzhälfte spricht Bände. Okay, abgehakt, wir sind ja alle gestandene Frauen, dachte man sich.  Jeder versuchte zu verdrängen, dass wir bisher keinen unserer 4 Fünf- Satz-Matches für uns entscheiden konnten. Leider mussten wir der  Realität ins Auge blicken und sahen uns gleich einem 5-Punkte- Rückstand hinterher laufen. Beim Seitenwechsel stand es 3:8 und  Fernando versuchte, alle seine psychologischen Tricks anzuwenden.  Punkt für Punkt sollte gearbeitet und gedacht werden, der Glaube an  sich nicht aufgegeben werden. Es galt, mit positiver Energie an den  Aufschlag zu gehen und sich 8 Sekunden Zeit zu nehmen, sich darauf zu  konzentrieren. Anscheinend waren wir so damit beschäftigt, uns an die  schönen Dinge des Lebens zu erinnern, dass jegliche Energie für den  Aufschlag verbraucht war. Mit 4 verschlagenen Aufschlägen im Tiebreak,  wackelnder Annahme und fehlender Durchschlagskraft mussten wir mit  ansehen, wie sich WIWA in einen Rausch spielte und uns ein Spiel aus  den Händen nahm, welches wir mal wieder nicht hätten verlieren dürfen.

Nun wollen wir am 23.3. beim ETV zu zeigen, was wir drauf haben,  völlig ohne Druck ;). Eigentlich können wir nämlich richtig stolz auf  unsere Entwicklung sein. Als Anlass nehme ich das letzte Saisonspiel und bringe ein kleines  Fläschchen Schnaps mit. Und wenn es zum fünften Satz kommen sollte,  darf jeder mal vorher nippen. Vielleicht hilft es ja, den Kopf  auszuschalten ;)

An alle Fans des Volleyball-Sports, an euch hat es nicht gelegen, die  Stimmung am Grützmühlenweg war nämlich super! Wir hoffen auch am 23.3.  auf eure Unterstützung!